Geschichten Distrikt Volksdorf
Events / Dauerthemen Geschichte
Was sind Aufstocker?
Menschen, die Vollzeit arbeiten und trotz mehr als 800 € brutto im Mo­nat auf Hartz IV ange­wiesen sind.
Aufstocker 2009 2012
alle 303.000 Haushalte 323.000 Haushalte
Singles 54.800 Haushalte 75.600 Haushalte
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 8.5.2013
Was sind Langzeitarbeits­lose?
Arbeitslose, die 1 Jahr oder länger arbeits­los sind.
31.5.13 IAB-Umfrage: Nur jeder 3. Betrieb ist überhaupt be­reit, jeman­den einzustellen, die/der länger als ein paar Monate arbeitslos war.
Während die Arbeitsagentur im 1. Jahr noch 80% des letz­ten Renten­beitrags einzahlte, wird seit Schwarz-Gelb (2009) ab dem 2. Jahr gar nichts mehr gezahlt. Statt Rente also später nur Grundsi­che­rung.

Arbeits­losen­quoten Deutschland / EU

Jahr D % Ar­beitslo­senquote EU %
2000 9,6 8,7
2001 9,4 8,5
2002 9,8 8,9
2003 10,5 9,0
2004 10,5 9,1
2005 11,7 9,0
2006 10,8 8,2
2007 9,0 7,2
2008 7,8 7,1
2009 8,1 9,0
2010 7,7 9,6
2011 7,1 9,7
2012 6,8
2013 7,2
 Quellen:  Deutschland: Bundesagentur für Arbeit.  Europa: eurostat
Was sind Minijobber?
Geringfügig entlohnte Beschäftigte (Arbeits­ent­gelt-Grenze 450 €), sozialversi­che­rungsfrei: seit 2013 nun Renten­versicherungs­pflicht (aber ohne aus­rei­chende Renten­ansprüche ↠ Alters­armut!). Je nach Re­gion bis zu Zwei­drittel Frauen.
Minijobber März 2009 Februar 2012
alle 7,15 Mio. 7,45 Mio.
einziger Job 4,90 Mio.
im Nebenjob 2,25 Mio.
Quelle: WikipediA: Geringfügige Beschäftigung

Erläuterung:

Geschichte der SPD, schematisch:

1863 ADAV in Leipzig VDAV in Frankfurt/M
Ferdinand Lassalle |
1866 | Sächsische Volkspartei in Chemnitz |
| August Bebel, Wilhelm Liebknecht |
| |
1869 ├ - einige - - -> SDAP in Eisenach <------------┘
| August Bebel, Wilhelm Liebknecht
|
1875 └------->Sozialistische Arbeiterpartei in Gotha
1878: Sozialistengesetz
1890 Umbenennung in SPD
1912: erstmals stärkste Fraktion |
1914: Zustimmung 1. Kriegskredit |
1916: Frakt.ausschl. Kriegsgegner ├> SAG Hugo Haase
1917 Friedrich Ebert MSPD └> USPD
1918: in d. Regier. bis Mitte 1920 | |
1919 | ├>Spartakusbund->KPD
| | K.Liebknecht, R.Luxemburg
| |\
1920 | └---------------> (V)KPD
1921: in d. Regier. bis Nov. 1922 | /|
1922 SPD <--┘ └->Rest-USPD
1928: Reg. Jahresmitte–Anf.1930 |
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1931 | SAP
1933: Untergrund-Tätigkeit, Exil
1945: Neuaufbau |
Kurt Schumacher | \
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1946 | SBZ: Zwangs-„Vereinigung”
1949: BRD: Start als Opposition | mit der KPD zur SED.
1966: SPD in der Regierung |
1982: wieder Opposition |
1990: Wiedervereinigung |<------ Neuaufbau der Ost-SPD |
1998: SPD in der Regierung |
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2005 | WASG
2009 wieder in Opposition
seit Dez. 2013 in der Großen Koalition |

Quellen: WikipediA, library.fes.de/pdf-files/netzquelle/c-02069.pdf 

„Man muss die Welt so nehmen, wie sie ist — aber man darf sie nicht so lassen.”

Karl Richter (1904–2005), Sozialdemokrat,
Gewerkschafter, Gründer von „60plus”

Für oder gegen was Sozialdemokraten irgendwann mal gewesen sind...
1869 für Überwindung der auf dem Lohnsystem beruhenden Produktionsweise durch genossenschaftliche Arbeit1
1881 für den Goldstandard, gegen Papiergeld2
1891 für Unentgeltlichkeit der Rechtspflege, des Rechtsbeistands und der ärztlichen Hilfeleistungen3, S. 4f.
1894 gegen Erhöhung der Stempelsteuer (eine Art Transak­tionssteuer)4
1896 gegen Verbot des Getreide-Terminhandels2
Quellen: 1) WikipediA: Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 2 Eugen-Richter-Institut 3344 3 Tobias Meints: Die Programmatik der SPD eingebettet in den historischen Kontext von 1875–2007, 2008 4 Eugen-Richter-Institut 1955

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